VALÉRIA DIENES
1905 promovierte sie zum Doktor und im selben Jahr heiratet sie Pál Dienes. In den 1910 folgenden Jahren wurden ihre beiden Kinder: Gedeon und Zoltán geboren. Hervorragend sind ihre philosophischen Abhandlungen und Übersetzungen. Ihr ist es zu verdanken, daß die wichtigsten Arbeiten des französischen Philosophen Bergson auch in ungarischer Sprache zugänglich gemacht worden sind. An der Pariser und an der Ungarischen Wissenschaftlichen Akademie reichte sie ihre mathematischen Arbeiten ein, und zusamen mit den Ergebnissen ihres Mannes, Pál Dienes, wurden diese in mehreren Publikationen veröffentlicht. 1934 wurde sie für ihre Erfolge in der Förderung der ungarischen philosophischen Sprache mit dem Baumgarten-Preis ausgezeichnet. In den 20er und 30er Jahren beschäftigte sie sich mit Ausdrucksgymnastik und Semiotik, mit den die menschlichen Bewegungen ausdrückbaren verschiedenen Zeichensystemen, und auch mit Zeichenkoreographien der künstlerischen Bewegung. Mit der Ausdruckgymnastik will sie der richtigen Entwicklung, der Stärkung und des Wachstums des menschlichen Körpers mit künstlerischen Mitteln dienen. Ihre interessante Gestalt wurde auch in Babits Mihálys Roman, mit dem Titel "Halálfiai" Verewigt. Sie wurde als eine junge Studentin dargestellt, die am Anfang des 19. Jahrhunderts auf den Gängen der Universität über Materialismus, Metaphysik und über die neusten Ergebnisse der Naturwissenschaft diskutierte, aus englischen Büchern zitierte, Vorträge hielt und eine Zeitung gründete. Die vielseitige Persönlichkeit von Valéria Dienes wurde 1975 in einer Porträtsendung im Fernsehen vorgestellt. Am 8. Juni 1978 starb sie im Alter von 100 Jahren. "Ihre Kinder folgen heute den Spuren ihrer Mutter. Gedeon Dienes lebt in Ungarn und ist ein weltweit anerkannter Fachmann auf dem Gebiet der Tanzwissenschaft. Der Name von Zoltán Dienes, der in der USA lebt, ist nicht nur den Mathematik-lernenden Grundschülern (von dem nach ihm benannten Dienes-Satz), sondern auch den Wissenschaftlern (durch seine bedeutenden Studien) bekannt. Natürlich stimmten beide mit großer Freude zu, daß eine Schule in der Geburtsstadt von Valéria Dienes nach ihr benannt wird und damit ihrem Leben und ihrer Arbeit Hochachtung entgegengebracht wird." (Die Quelle des Zitats: dr. Töttõs Gábor: Dienes Valéria - Szekszárd, 1991)
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